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Vamonos setzt auf Pilgern als Therapie
Vamonos setzt auf Pilgern als Therapie
© D. Wiese-Gutheil/Kath. Stadtkirche Frankfurt

Vamonos setzt auf Pilgern als Therapie

Der Name ist Programm: In der Pfarrei St. Jakobus ist Pilgern wichtig. Am 24. Februar gibt es dort die 2. Frankfurter Pilgerbörse.

FRANKFURT.- Pilgern als Therapie und Selbsthilfe: Das ist ein Schwerpunkt bei der 2. Frankfurter Pilgerbörse „Vamonos 2018“ am Samstag, 24. Februar, in der katholischen Pfarrei St. Jakobus in Niederrad. Von 11 bis 16 Uhr werden im Gemeindezentrum in der Bruchfeldstraße 51 20 Aussteller ihre Projekte, ihre Regionen und ihre Angebote vorstellen. Schon am Vorabend lädt um 19.30 Uhr das Ensemble Estampie in die Kirche Mutter vom Guten Rat und präsentiert Musik vom Jakobsweg. Die Gruppe spielt traditionelle Pilgermusik auf ursprünglichen Instrumenten, darunter den ältesten bekannten Pilgerhymnus aus dem Codex Calixtinus „Congaudeant Catholici“.

Auf der Pilgerbörse sind Reiseveranstalter, die sich auf Pilgerreisen spezialisiert haben, ebenso vertreten wie Jakobsbruderschaften, Vertreter deutscher Pilgerwege, oder eine Kunsttöpferei aus Steinau, die Pilgerstäbe herstellt. Das Spanische Fremdenverkehrsamt informiert über den traditionsreichen Jakobsweg, SK-Tours aus Israel stellen den Jerusalemweg vor, Tobit-Reisen zeigen Möglichkeiten „zwischen Himmel und Erde“. Die Pilgerstelle des Bistums Limburg zeigt ihr Vorhaben eines barrierefreien Jakobswegs auf der Etappe zwischen Frankfurt und Mainz.

Außerdem gibt es drei Vorträge jeweils von 12 bis 13 und 14 bis 15 Uhr. Dabei stellt die Berlinerin Susanne Kranz ihre Erfahrungen mit dem Pilgern vor, das sie nach einer Lungenkrebsdiagnose in Angriff genommen hat. Das Projekt „In-Bewegung-Sein“ aus Rheine zeigt die positive Wirkung von therapeutischem und erlebnispädagogischem Pilgern auf junge Menschen aus Wohnheimen. Fra Bernardino aus dem italienischen Pilgerzentrum Cesi in Umbrien berichtet darüber, wie er mit Freunden eine verfallene Klosterruine, wo auch Franz von Assisi wirkte, binnen 25 Jahren zu einer gastfreundlichen Einsiedelei ausbaute. Hier machen nicht nur Pilger halt, die Romita di Cesi ist auch eine Lebensschule auf Zeit für Familien und Jugendgruppen.   

Während der Pilgerbörse ist das Café Camino geöffnet, wo die Besucher mit Gleichgesinnten ins Gespräch kommen können. Außerdem zeigt eine Ausstellung Arbeiten von Studenten des Fachbereichs Gestaltung an der Hochschule Darmstadt, in denen sie sich mit dem Thema Pilgern auseinandersetzen und Entwürfe für eine Fahne der Hessischen St. Jakobusgesellschaft zeigen.

Der Eintritt zur Pilgerbörse ist kostenfrei, Karten für das Konzert kosten 15 Euro im Vorverkauf (ermäßigt 13 Euro) und 17 Euro an der Abendkasse.  

Doris Wiese Gutheil
Öffentlichkeitsarbeit / kath. Stadtkirche Frankfurt