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Unsere Partnergemeinde in Kamerun

Unsere Partnergemeinde in Kamerun
Unsere Partnergemeinde in Kamerun

Nachrichten aus unserer Partnergemeinde St. Michael in Meluf, Kamerun - Nov.2019

Die Situation in Kamerun hat sich leider immer noch nicht zum Besseren gewendet. Die Auseinandersetzungen zwischen der Regierung und den Separatisten gehen in der Nordwest-Provinz, in der das Bistum Kumbo liegt, und in der Südwest-Provinz mit Härte weiter. Wer zu welchem Lager gehört, ist oft unklar. Menschen werden gekidnappt, auch Bischof George Nkuo hat dies erleben müssen.

Die meisten Schulen sind immer noch geschlossen, nun seit drei Jahren! Die fehlende Bildung und Ausbildung wird für diese Generation ein großes Problem werden. Viele Eltern, die das ermöglichen können, schicken ihre Kinder in Französischsprachigen Regionen zur Schule.

Der Pfarrer unserer Partnergemeinde hat nun mit seinen Mitarbeiter*innen ein „Trainingszentrum“ eröffnet. Das ist eine Möglichkeit für Kinder und Jugendliche etwas zu tun und zu lernen.

Sie lernen dort schneidern, sticken, Perlen machen, können am Computer üben und die jüngeren werden in den regulären Schulfächern unterrichtet. Nach so langer Zeit ohne Schule, wollen die Kinder und Jugendlichen unbedingt lernen und so ist dieses Zentrum sehr wichtig für sie.

Die Menschen in unserer Partnergemeinde brauchen unsere Unterstützung, sowohl finanziell als auch im Gebet!                                                                                               Monika Stanossek

Patronatsfest Aug.2019
Patronatsfest Aug.2019
Aug.2019 Bischof George Nkuo hat das Trainingscenter besucht
Aug.2019 Bischof George Nkuo hat das Trainingscenter besucht
Kinder im Trainingscenter Aug.2019
Kinder im Trainingscenter Aug.2019

Erneut Tötet und Zerstört das Militär in Kumbo. Bilder vom 06. April 2019

Im Bürgerkrieg im englischsprachigen Teil von Kamerun stehen sich weiterhin Polizei und Militär auf den einen Seite und die Unabhängigkeitskämpfer auf der anderen Seite gegenüber. Beide gehen gewaltsam gegeneinander vor. Die Folgen sind Brandschatzungen von Häusern, Verletzungen und Tötungen, Geiselnahme.

Wegen der unsicheren Lage schicken die Eltern ihre Kinder nun schon das zweite Jahr nicht mehr zur Schule. Durch Straßenblockaden werden Hilfslieferungen immer wieder aufgehalten. Deshalb kommt es auch zum Erliegen der Gesundheitsversorgung. Die Menschen – auch Ärzte und Schwestern - kommen nicht in die Krankenhäuser, Medikamente fehlen.   

Kamerun wurde vom Norwegischen Flüchtlingsrat NRC in der „Liste der besonders vernachlässigten Krisen“ auf Platz eins eingestuft.

Lebensmittellieferungen, Hygieneartikel und Medikamente sind mit der finanziellen Unterstützung durch die Diözese Limburg in Kumbo eingetroffen.

Die Menschen aus unserer Partnergemeinde in Kumbo danken von Herzen für die Unterstützung. Und es erreicht uns immer wieder die dringende Bitte, dass wir sie in unsere Gebete einschließen, dass wir sie nicht vergessen sollen.

Ursula Arnold

Einen Flyer über die aktuelle Lage gibt es auf der Bistumsseite: >   https://weltkirche.bistumlimburg.de/beitrag/buergerkrieg-in-kamerun/

Nachrichten aus unserer Partnergemeinde in Kumbo:

Die Situation in den englischen Provinzen in Kamerun ist nach wie vor sehr angespannt und geprägt durch Gewalt. Viele Menschen wurden bisher Opfer des Konflikts, im Dezember auch in Meluf, dem Ort unserer Partnergemeinde. 8 Männer wurden durch das Militär getötet. Außerdem wurden 17 Häuser niedergebrannt und in viele weitere eingebrochen und diese ausgeraubt.

Dann kam Anfang März folgende Nachricht:

„Herzliche Grüße von der Familie Molo, der Schule und der Gemeinde St. Michael. Wir danken sehr für eure Sorge und für die finanzielle Unterstützung der St. Michael Schule (SAMICAFOC). Vom bischöflichen Ordinariat wurden wir informiert, dass das Geld da ist. Wir sind sehr dankbar.

Die Situation in Kumbo wird nicht besser. Am 16. Februar 2019 um ca. 6 Uhr morgens, wurden 169 Schüler und Schülerinnen der St. Augustinus Schule, durch unidentifizierbare Bewaffnete, entführt und wurden erst am 17. Februar gegen 8 Uhr wieder frei gelassen. Meine Tochter Marguerite Limnyuy war eine der entführten Schülerinnen. Am Dienstag, 19. Februar etwa um 6.30 Uhr wurde ich selbst ebenfalls entführt, weil ich mein Kind zur Schule schicke. Ich musste ein Lösegeld von umgerechnet 300 Euro zahlen bevor ich gegen 16.30 Uhr freigelassen wurde. Jeden Tag werden hier Menschen getötet und Häuser niedergebrannt durch das Kamerunische Militär. Viele Familien sind obdachlos. Im Monat Februar wurden ca. 170 Häuser in Kumbo niedergebrannt.

Bitte fahrt fort für uns zu beten, dass die internationale Gemeinschaft interveniert, so dass wir wieder Frieden erfahren dürfen. Eine gute Fastenzeit, Julius und Elizabeth Molo

                                                           Monika Stanossek

Ankunft in Frankfurt
Ankunft in Frankfurt
von links: Julius Molo, Marianna Yven, Fr. Francline
Besuch in Limburg
Gruppenbild mit Bischof
Im Gottesdienst berichten die Gäste über die Situation in Kamerun zwischen französisch sprachigen und den kleineren englisch sprachigen Teilen Kameruns.
Pfingstgottesdienst im Johanna Kirchner Altenhilfezentrum
Unsere Gäste aus Kamerun berichten über die Lebensverhältnisse alter Menschen in Kamerun.

Die ersten Bilder von unseren Gästen aus Kamerun.

Stanossek, Monika
Pastoralreferentin / Pfarrbeauftragte
Rebstöcker Straße 7060326Frankfurt
Tel.:(069) 733 405